Decio Barci Carvalho

Analoge Fotografien

Die Langsamkeit des Lichts

Fotoausstellung von Decio Barci Carvalho.


Vom 5. bis 22. April ist im „Spazio Creativo“ die Ausstellung „Die Langsamkeit des Lichts“ zu sehen, die erste Fotoausstellung von Decio Barci Carvalho.
Die Ausstellung präsentiert eine Auswahl analoger Schwarz-Weiß-Fotografien im Großformat 8×10, die das Ergebnis eines langsamen und zutiefst handwerklichen Prozesses sind. Die Bilder entstehen aus einer Praxis, die von Beobachtung, Stille und Warten geprägt ist, wobei jede Aufnahme das Ergebnis einer rigorosen Suche und einer intensiven emotionalen Beteiligung ist.


Nachdem Decio seine Laufbahn mit der Digitalfotografie begonnen hatte, entschied er sich, sich ganz der analogen Fotografie zu widmen. Im Großformat fand er nicht nur eine Technik, sondern eine echte Vision: eine Art, Zeit und Licht zu erleben.
Die Arbeit entfaltet sich wie ein intimer Dialog mit der Landschaft, in dem die Langsamkeit zum Instrument der Erkenntnis wird und die Fotografie sich in eine fast rituelle Geste verwandelt, die in der Lage ist, Tiefe, Materie und Präsenz wiederzugeben.
Die Ausstellung findet im „Spazio Creativo“ statt, einem Ort, der aus der Energie der Liebe zum Teilen und zum Schönen entstanden ist, im Herzen des Dorfes Suvereto.

Das Wort hat der Künstler


Mein Name ist Decio Carvalho und ich bin Landschaftsfotograf. Vor mehr als 15 Jahren habe ich mit Digitalkameras angefangen. Nachdem ich einige Fotoausstellungen mit analogen Schwarz-Weiß-Aufnahmen sowie verschiedene Videos auf YouTube gesehen hatte, beschloss ich, auf die analoge Fotografie umzusteigen: zuerst das Mittelformat, dann das Großformat 4×5 und schließlich das 8×10. Als ich zum ersten Mal ein Bild unter dem Tuch auf dem mattierten Glas einer 8×10 betrachtete, habe ich mich verliebt

Ich war hingerissen, denn wenn man ein Bild auf einer 8×10 betrachtet, vermittelt es einem dieses Gefühl der Unendlichkeit: von rechts nach links, diagonal, oben, unten … so viele Details. Und da habe ich beschlossen: Das ist meine Welt.

Mit der analogen Fotografie schaffe ich ausschließlich Schwarz-Weiß-Bilder und verwende dabei eine 8×10-Großformatkamera. Diese Entscheidung ist nicht nur technischer, sondern auch philosophischer Natur. Großformatkameras sind langsam, wirklich schwer zu beherrschen, aber sie liefern Bilder, die in Bezug auf Detailreichtum, Tiefe und einen einzigartigen, wunderbaren Tonwertumfang außergewöhnlich sind. Für mich ist die Fotografie ein einzigartiges Ritual.

Meine Fotografie besteht aus Stille, Langsamkeit, Meditation, langem Betrachten des Ortes, vor allem aber aus jener Mischung aus Hingabe, Liebe und erhabener Emotionalität, die Schönheit schafft.

Der analoge Prozess ist faszinierend: Vom Auslösen an ist es eine lange und langsame Reise bis zum endgültigen Abzug in der Dunkelkammer.

Ich mag die Grenzen, die Unvollkommenheit, die Nicht-Unmittelbarkeit des Digitalen und das lohnende Warten, das den emotionalen Wert des Bildes steigert. Die analoge Fotografie erfordert Aufmerksamkeit für das Licht, Beobachtungsgabe, technisches Wissen, handwerkliches Geschick und Kunstfertigkeit in der Dunkelkammer, die den kreativsten Teil des gesamten fotografischen Prozesses darstellt. Ich liebe es, meine Tage damit zu verbringen, inmitten der Natur, in der Stille und in der Atmosphäre Fotos zu schaffen, und die Arbeitssitzungen in der Dunkelkammer abzuschließen, ist einfach fantastisch. Der Kern der Sache: Die Leidenschaft ist das Element, das alles miteinander verbindet.

Analoge Fotografie zu schaffen ist viel mehr als nur ein technischer Vorgang: Es ist eine künstlerische Praxis, ein Ritual, das Hingabe, Ausdauer, Zeit und Leidenschaft vereint.

Das einzige unverzichtbare Werkzeug, auf das ich mich beziehe, ist im Wesentlichen die Leidenschaft, und die kann man nicht herstellen: Sie muss aus deinem Inneren kommen.

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